Lernplattform · E-Learning · Microsoft 365
Microsoft 365 ist in den meisten Unternehmen längst Standard. Trotzdem bleiben viele Funktionen liegen: Dateien gehen weiter als Anhang raus, Besprechungen enden ohne Ergebnis in Teams, und Copilot-Lizenzen werden bezahlt, aber kaum genutzt. Die naheliegende Antwort lautet oft: Wir brauchen eine Lernplattform. Das stimmt. Nur scheitern viele Lernplattformen an derselben Stelle wie klassische Schulungen. Sie stehen neben dem Arbeitsalltag statt mittendrin.
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt drei Arten: klassisches LMS, Content-Bibliothek und eine Lernplattform direkt in Microsoft 365.
- Entscheidend ist, wo Mitarbeitende lernen: im Arbeitsalltag in Teams und SharePoint, nicht in einem zusätzlichen Tool.
- Inhalte müssen monatlich aktualisiert werden, sonst sind sie nach einem halben Jahr veraltet.
- Kurze Lernvideos zu konkreten Aufgaben wirken besser als lange Kurse.
- Erfolg misst du an der Nutzung von Microsoft 365, nicht an Logins auf der Plattform.
Was ist eine Lernplattform für Unternehmen?
Eine Lernplattform für Unternehmen, oft auch E-Learning-Plattform genannt, ist eine digitale Umgebung, in der Mitarbeitende Lerninhalte abrufen, Lernpfade durchlaufen und ihren Fortschritt verfolgen. Bezogen auf Microsoft 365 umfasst sie kurze Lernvideos und Begleitmaterial zu den Apps, die im Alltag genutzt werden, dazu eine Struktur, die Inhalte nach Rolle, Abteilung oder Thema ordnet, und Auswertungen, die zeigen, ob Lernen in der Arbeit ankommt.
Kurz gesagt: Die beste Lernplattform für Unternehmen ist die, die Mitarbeitende gar nicht als eigenes Tool wahrnehmen, weil sie dort liegt, wo sie ohnehin arbeiten.
Die drei Arten von Lernplattformen im Vergleich
Wer eine Lernplattform oder E-Learning-Plattform für Unternehmen sucht, stößt auf sehr unterschiedliche Angebote. Für Microsoft 365 lassen sie sich in drei Gruppen einteilen.
Klassisches LMS
Stärke
Kursverwaltung, Pflichtschulungen, Nachweise und Zertifikate
Schwäche bei Microsoft 365
Eigenes Tool mit eigenem Login. Aktuelle Microsoft-365-Inhalte fehlen meist und müssen selbst beschafft werden.
Content-Bibliothek
Stärke
Große Auswahl an Kursen zu vielen Themen
Schwäche bei Microsoft 365
Inhalte sind oft allgemein, englisch oder nicht aktuell. Mitarbeitende müssen aktiv suchen.
Lernplattform in Microsoft 365
Stärke
Liegt im eigenen Tenant, etwa auf SharePoint und in Teams. Kein neues Login, Inhalte speziell zu Microsoft 365.
Grenze
Deckt vor allem Microsoft 365 und Copilot ab, nicht das gesamte Weiterbildungsangebot.
In der Praxis schließen sich die Arten nicht aus. Viele Unternehmen nutzen ein LMS für Pflichtschulungen und ergänzen für Microsoft 365 eine Lösung, die im Arbeitsalltag sichtbar ist. Wichtig ist nur, dass du für Microsoft 365 nicht auf ein Tool setzt, das Mitarbeitende erst suchen und öffnen müssen.
10 Kriterien für die richtige Lernplattform
Diese Fragen helfen dir, Angebote ehrlich zu vergleichen. Je mehr du mit Ja beantworten kannst, desto größer ist die Chance, dass die Plattform im Alltag genutzt wird.
Lernen am Arbeitsort: Sind die Inhalte direkt in Teams, SharePoint oder eurem Intranet verfügbar, ohne Wechsel in ein anderes System?
Kein zusätzliches Login: Funktioniert die Anmeldung über eure bestehenden Microsoft-Konten, zum Beispiel per Single Sign-on über Entra ID?
Aktualität: Werden die Inhalte monatlich an neue Funktionen von Microsoft 365 und Copilot angepasst?
Abdeckung: Gibt es Inhalte zu allen Apps, die bei euch im Einsatz sind, nicht nur zu Teams und Outlook?
Kurze Formate: Erklärt ein Video eine konkrete Aufgabe in wenigen Minuten, statt eine Stunde lang Funktionen aufzuzählen?
Sprache und Vertonung: Gibt es deutsche Inhalte, und sind sie von echten Menschen vertont? In vielen deutschen Unternehmen ist das eine feste Anforderung.
Lernpfade: Lassen sich Inhalte nach Rolle, Abteilung oder Wissensstand bündeln und automatisch zuweisen?
Messbarkeit: Zeigt die Plattform nicht nur Lernaktivität, sondern auch, wie sich die Nutzung von Microsoft 365 verändert?
Anbindung an bestehende Systeme: Lassen sich Inhalte per SCORM, Embed-Code oder Viva Learning auch in ein vorhandenes LMS übernehmen?
Aufwand für die IT: Wie viele Wochen dauert es bis zum Start, und wer pflegt die Inhalte danach?
Warum viele Lernplattformen im Alltag nicht genutzt werden
Die Plattform liegt neben dem Arbeitsalltag
Wer in Outlook eine Frage hat, öffnet kein separates Lernportal und sucht dort nach einem Kurs. Jeder zusätzliche Klick senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Lernen überhaupt passiert. Lernplattformen, die in Teams und SharePoint sichtbar sind, haben hier einen klaren Vorteil.
Die Inhalte veralten schneller als geplant
Microsoft 365 verändert sich jeden Monat. Selbst produzierte Videos zeigen nach wenigen Monaten alte Menüs und Bezeichnungen. Mitarbeitende merken das sofort und verlieren das Vertrauen in die Quelle. Wer eine Lernplattform plant, sollte deshalb zuerst klären, wer die Inhalte dauerhaft aktuell hält.
Zu viel Auswahl, zu wenig Orientierung
Eine Bibliothek mit tausenden Kursen klingt beeindruckend. Ohne Lernpfade schauen Mitarbeitende zwei zufällige Videos und hören auf. Struktur ist wichtiger als Menge.
Erfolg wird an den falschen Zahlen gemessen
Logins und abgeschlossene Kurse sagen wenig darüber aus, ob jemand Teams oder Copilot danach anders nutzt. Wenn du nur Lernaktivität misst, weißt du nicht, ob sich die Investition lohnt.
So gehst du bei der Auswahl vor
Ausgangslage klären: Welche Apps werden genutzt, welche kaum? Wo entstehen die meisten Rückfragen an die IT?
Bestand prüfen: Gibt es schon ein LMS? Wird es genutzt? Fehlen dort nur aktuelle Microsoft-365-Inhalte?
Lernort festlegen: In den meisten Unternehmen sind Teams und SharePoint der naheliegende Ort, weil dort ohnehin gearbeitet wird.
Anbieter mit den 10 Kriterien vergleichen: Lass dir eine echte Demo im Microsoft-365-Umfeld zeigen, nicht nur Folien.
Mit einer Zielgruppe starten: zum Beispiel einem Bereich mit vielen Rückfragen. So siehst du schnell, ob die Plattform angenommen wird.
Wirkung messen: Nutzung von Teams, SharePoint oder Copilot vor und nach dem Start vergleichen.
Aus der Praxis: Ein internationaler Saatguthersteller mit 5.500 Mitarbeitenden hat seinen IT-Channel in Teams zur zentralen Anlaufstelle fürs Lernen gemacht. Über 30.000 Views kamen dort zusammen, ohne dass eine Pflichtschulung angeordnet wurde. Der Grund war einfach: Die Inhalte lagen dort, wo die Mitarbeitenden ohnehin unterwegs waren.
Wie wir als 365 Akademie helfen können
Unsere Lernplattform für Microsoft 365 läuft direkt in eurer eigenen Microsoft-365-Umgebung, mit Single Sign-on über Entra ID. Branding, Aufbau und Apps richten sich individuell nach euren Vorgaben. Eure Mitarbeitenden kennen die Oberfläche bereits und finden Lerninhalte über die gewohnte Suche. Sie enthält über 2.200 Lernvideos zu allen Microsoft-365-Apps und Copilot, monatlich aktualisiert und auf Deutsch von echten Menschen vertont. Lernpfade werden nach Rolle oder Abteilung zugewiesen, ein Adoption-Dashboard zeigt, wie sich die Nutzung entwickelt. In 3 Wochen ist die Plattform einsatzbereit. Wenn ihr schon ein LMS habt, könnt ihr die Inhalte auch per SCORM, Embed-Code oder Viva Learning dort einbinden.
Fazit
Eine Lernplattform für Unternehmen lohnt sich nur, wenn sie im Alltag genutzt wird. Für Microsoft 365 heißt das: Inhalte dort bereitstellen, wo gearbeitet wird, monatlich aktuell halten, in kurzen Einheiten erklären und an der tatsächlichen Nutzung messen. Wer diese Punkte bei der Auswahl ernst nimmt, investiert nicht in ein weiteres Tool, sondern in Mitarbeitende, die Microsoft 365 wirklich nutzen.
So können wir dich unterstützen
- Lernplattform für Microsoft 365: in 3 Wochen einsatzbereit, direkt in deinem Tenant
- 2.200+ Microsoft 365 Lernvideos, monatlich aktualisiert, auch für dein bestehendes LMS
- Demo der Lernplattform vereinbaren
Häufige Fragen zur Lernplattform für Unternehmen
Was ist eine Lernplattform für Unternehmen?
Eine Lernplattform für Unternehmen ist eine digitale Umgebung, in der Mitarbeitende Lerninhalte abrufen, Lernpfade durchlaufen und ihren Fortschritt verfolgen. Für Microsoft 365 heißt das konkret: kurze Lernvideos und Begleitmaterial zu den Apps, die im Arbeitsalltag genutzt werden, also Teams, Outlook, SharePoint, Excel, Copilot und weitere.
Was ist der Unterschied zwischen LMS und Lernplattform?
Ein LMS (Learning Management System) verwaltet vor allem Kurse, Zuweisungen und Nachweise. Eine Lernplattform im weiteren Sinn umfasst auch die Inhalte selbst und die Art, wie Mitarbeitende im Alltag darauf zugreifen. Viele Unternehmen haben ein LMS, aber keine aktuellen Inhalte zu Microsoft 365 darin.
Brauche ich eine eigene Lernplattform, wenn wir schon ein LMS haben?
Nicht unbedingt. Wenn euer LMS gut genutzt wird, reicht es oft, aktuelle Microsoft-365-Inhalte dort einzubinden, etwa per SCORM, Embed-Code oder Viva Learning. Eine eigene Plattform lohnt sich vor allem dann, wenn das bestehende LMS kaum geöffnet wird oder keine M365-Inhalte enthält.
Wie schnell lässt sich eine Lernplattform für Microsoft 365 aufbauen?
Das hängt vom Ansatz ab. Ein eigenes LMS mit selbst produzierten Inhalten dauert oft Monate. Eine Lernplattform, die direkt im eigenen Microsoft-365-Tenant auf SharePoint aufsetzt und fertige Inhalte mitbringt, kann innerhalb weniger Wochen einsatzbereit sein. Bei der 365 Akademie sind es 3 Wochen.
Woran erkenne ich, ob eine Lernplattform wirkt?
Nicht an der Zahl der Logins, sondern an der Nutzung der Werkzeuge im Alltag. Gute Lernplattformen verbinden Lernaktivität mit Nutzungsdaten aus Microsoft 365, zum Beispiel Teams-Nutzung oder Copilot-Adoption. So siehst du, ob Lernen tatsächlich zu anderer Arbeit führt.
Welche Faktoren sind entscheidend, um eine E-Learning-Plattform für ein Unternehmen auszuwählen?
Entscheidend sind fünf Punkte: Die Inhalte müssen dort verfügbar sein, wo gearbeitet wird, etwa in Teams oder SharePoint. Die Anmeldung sollte ohne zusätzliches Login funktionieren. Die Inhalte müssen regelmäßig aktualisiert werden, bei Microsoft 365 monatlich. Lernpfade sollten sich nach Rolle oder Abteilung zuweisen lassen. Und die Plattform sollte zeigen, ob sich die Nutzung der Werkzeuge im Alltag verändert, nicht nur, wie viele Kurse abgeschlossen wurden.
Welche Kostenfallen gibt es bei E-Learning-Plattformen für Unternehmen?
Typische Kostenfallen sind Inhalte, die nicht im Preis enthalten sind und separat gekauft oder selbst produziert werden müssen, die laufende Pflege selbst erstellter Videos, Zusatzmodule für Reporting oder Single Sign-on sowie Aufwand der eigenen IT für Einrichtung und Integration. Vergleiche Angebote deshalb immer nach den Gesamtkosten über die Laufzeit: Lizenz, Inhalte, Aktualisierung und interner Aufwand zusammen.
