Copilot · Vertrieb · Use Cases
KI im Vertrieb scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, dass Vertriebsteams eine Liste mit 100 Prompts bekommen, die niemand liest. Dieser Beitrag zeigt, wo Microsoft 365 Copilot im echten Vertriebsalltag hilft: vom Lead über das Angebot bis zur Pflege im CRM. Mit konkreten Prompts zum Übernehmen und mit dem Blick darauf, was davon schon ohne Zusatzlizenz funktioniert.
Das Wichtigste in Kürze
- KI im Vertrieb wirkt dann, wenn sie an konkreten Situationen ansetzt: Lead priorisieren, Gespräch vorbereiten, Angebot prüfen, Deal bewerten, nachfassen.
- Copilot braucht Kontext. Wer Zielgruppe, Produkt und eigene Rolle einmal hinterlegt, bekommt deutlich bessere Ergebnisse als mit Einzel-Prompts.
- Vieles geht schon im Copilot Chat. Für Auswertungen über Mails, Termine und Besprechungen braucht es die Microsoft 365 Copilot Lizenz.
- Der größte Hebel liegt im Rollenwechsel: Copilot denkt aus Sicht von Einkauf, Geschäftsleitung oder Datenschutz mit und spielt sogar den skeptischen Einkäufer im Rollenspiel.
- Für M365-Verantwortliche gilt: Use Cases pro Rolle schlagen allgemeine Prompt-Sammlungen. Das Muster lässt sich auf jeden Fachbereich übertragen.
Warum KI im Vertrieb oft bei der Prompt-Liste stehen bleibt
In vielen Unternehmen läuft die Copilot-Einführung nach demselben Muster. Erst gibt es eine Orientierung zu KI, Governance und Sicherheit, die ohnehin gesetzlich gefordert ist. Dann wird gezeigt, wo die Copilot-App sitzt und wie man einen Prompt eingibt. Danach endet die Reise. Die Mitarbeitenden wissen, wo sie klicken müssen, aber nicht, was sie in ihrem Arbeitsalltag konkret damit anfangen sollen.
Gerade im Vertrieb ist das schade. Kaum eine Rolle arbeitet so viel mit Text, Kontext und Vorbereitung: Mails, Gesprächsnotizen, Angebote, Ausschreibungen, Präsentationen. Genau dort ist Copilot stark. Der Nutzen entsteht aber erst auf den Stufen drei und vier.
Stufe 1
Orientierung
Grundlagen zu KI, Governance und Sicherheit. Wichtig und Pflicht, verändert aber noch keinen Arbeitstag.
Stufe 2
Bedienung
Wo finde ich Copilot, wie formuliere ich einen Prompt? Hier hören viele Programme auf.
Stufe 3
Persönliche Produktivität
Copilot wird zur Assistenz: Wer bin ich, was will ich erreichen, welche Aufgaben übernimmt die KI?
Stufe 4
Rollen und Use Cases
Konkrete Abläufe pro Rolle, zum Beispiel im Vertrieb. Hier entsteht messbarer Nutzen.
Stufe drei ist die Voraussetzung für alles, was folgt. Copilot kann eine Leadliste nur dann sinnvoll sortieren, wenn er weiß, wer eure Zielkunden sind. Hinterlegt deshalb einmal in den persönlichen Einstellungen oder in einem festen Einstiegs-Prompt, wer ihr seid, was ihr verkauft, wer eure Kunden sind (Branche, Region, Unternehmensgröße) und welche Rolle Copilot für euch übernehmen soll. Je besser dieser Kontext, desto weniger müsst ihr später in jedem Prompt nachschärfen.
KI im Vertrieb entlang der Kundenreise: der Überblick
Statt einzelne Funktionen von Word, Outlook oder Teams durchzugehen, lohnt sich der Blick aus Sicht der Vertriebsperson. Welche Stationen durchläuft ein Deal, und wo hilft Copilot an welcher Stelle? Die folgenden Beispiele für KI im Vertrieb folgen genau dieser Reise.
Sechs Stationen, an denen Copilot Zeit spart
Dazu kommt Copilot als Coach: Einwände üben, Kaufsignale erkennen, Beziehungen pflegen.
Leads
priorisieren
Vorbereitung
Kundenbriefing
Kontakt
Ansprache, Bedarf
Angebot
prüfen, Varianten
Deal absichern
Recap, CRM
Abschluss
nachfassen
Welche Lizenz brauche ich? Grob gilt: Alles, wo ihr Inhalte selbst hineinkopiert oder hochladet (Leadliste, Ausschreibung, Pitchtext, LinkedIn-Profil), funktioniert bereits im Microsoft 365 Copilot Chat, der für Microsoft-365-User ohne Aufpreis bereitsteht. Sobald Copilot selbst auf eure Mails, Termine, Chats und Besprechungen zugreifen soll, braucht ihr die Microsoft 365 Copilot Lizenz. Bei den Beispielen unten ist das jeweils vermerkt.
Leads priorisieren und Kundengespräche vorbereiten
Lead-Scoring mit Begründung statt Bauchgefühl
Die typische Situation: eine lange Leadliste in Excel und heute nur drei Stunden Zeit. Meist entscheidet das Bauchgefühl, wer zuerst angerufen wird. Mit Copilot lässt sich die Liste nach Abschlusswahrscheinlichkeit bewerten, und zwar mit Begründung. Das funktioniert nur gut, wenn Copilot eure Zielkunden kennt (siehe Stufe drei).
Prompt zum Übernehmen · Copilot Chat oder Excel
Bewerte die Leads in dieser Liste nach Abschlusswahrscheinlichkeit auf Basis unseres Zielkundenprofils. Begründe die Top 10 jeweils in einem Satz und erstelle ein Diagramm der Leads je Score.
Teilnehmerlisten vor Messen und Events auswerten
Vor einer Messe, einem Event oder einem Kundentag liegt oft eine Teilnehmerliste vor. Statt auf gut Glück ins Gespräch zu gehen, lässt sich die Liste vorher sortieren: Wer kommt aus derselben Firma, was macht das Unternehmen, was ist dort gerade los? Copilot recherchiert im Web aktuelle Meldungen und schlägt passende Gesprächsaufhänger vor, etwa ein neues Produkt, eine Expansion oder neue Stellen. Nach dem Event schreibt Copilot die Dankesmail mit Bezug auf das Gespräch und legt sie als Entwurf ab. Ihr prüft, ergänzt eine persönliche Note und versendet. Das Ergebnis klingt nicht nach Serienbrief.
Kundenbriefing auf einer Seite
Vor einem wichtigen Termin werden meist Mails durchsucht, das CRM durchgeklickt und Kolleginnen gefragt. Das kostet schnell eine Stunde oder mehr. Copilot fasst die Kommunikation der letzten Monate in wenigen Minuten auf einer Seite zusammen: was angeboten wurde, welche Themen offen sind, welche Zusagen es gibt.
Prompt zum Übernehmen · Microsoft 365 Copilot Lizenz
Fasse alle Mails und Termine mit [Kunde] aus den letzten 6 Monaten zusammen. Welche offenen Themen und Zusagen gibt es? Erstelle ein Kurzprofil und nenne 5 Anknüpfungspunkte für das nächste Gespräch.
Erstkontakt und Bedarfsanalyse: Beispiele für KI im Vertrieb
Ansprache passend zur Rolle
Ein Einkaufsleiter reagiert auf andere Argumente als eine IT-Leitung oder eine Personalabteilung. Trotzdem wird oft dasselbe Skript für alle verwendet. Copilot hilft, das bestehende Skript auf die Rolle anzupassen: Welche Themen sind für diese Person relevant, welche Einwände sind wahrscheinlich, wie sollte der Einstieg klingen?
Für die Mail-Ansprache funktionieren drei Aufträge besonders gut:
- Drei Betreffzeilen, die konkret sind, aber nicht nach Spam klingen.
- Eine dreistufige Follow-up-Sequenz mit jeweils einem klaren nächsten Schritt.
- Einen langen Text auf 90 Wörter oder drei Sätze verdichten, ohne dass die Kernaussage verloren geht.
Den Pitch auf den Kunden zuschneiden
Viele Vertriebsteams arbeiten mit einem Pitchdeck, das unabhängig vom Kunden durchgezogen wird. Mit Copilot lassen sich die Erkenntnisse aus den letzten Terminen direkt in die Präsentation einbauen, inklusive der Argumente, die zu den Schmerzpunkten dieses Interessenten passen. Eine Diözese hat andere Kaufkriterien als ein Logistikunternehmen. Und in einen 15-Minuten-Termin geht niemand mit 80 Folien.
Prompts zum Übernehmen · PowerPoint oder Copilot Chat
Nimm die Informationen aus den letzten 3 Terminen mit [Kunde] und baue sie in diese Pitchpräsentation ein. Ergänze Argumente, die zu den genannten Schmerzpunkten passen.
Kürze den Pitch auf 5 Folien für ein 15-Minuten-Gespräch und formuliere eine Einstiegsfolie zur aktuellen Lage des Kunden.
Discovery-Fragen nach MEDDIC
Strukturierte Qualifizierungsmodelle wie MEDDIC (früher oft BANT) helfen, Bedarf, Entscheidungsrolle, Budget und Schmerz sauber zu klären. Im Gespräch sollen die Fragen aber nicht wie aus einer Maschine kommen. Copilot erstellt einen Fragenkatalog, der zu Branche und Kunde passt, als Gesprächs-Checkliste mit Hinweisen auf mögliche Schmerzpunkte. Das geht auch im Copilot Chat: Branchen- und Lösungsinfos hineinkopieren, zehn Discovery-Fragen anfordern, fertig.
Kaufkriterien und Buying Center verstehen
Wer seit 20 Jahren im Vertrieb ist, verlässt sich gern auf Erfahrung. Spannender ist der Perspektivwechsel: Welche Pain Points hat diese Branche, was will sie vor einem Kauf sehen? Kopiert ihr das öffentliche LinkedIn-Profil des Einkäufers in den Chat, leitet Copilot ab, welche Fragen diese Person wahrscheinlich stellt. Oft sitzen im Termin nur zwei Personen, während im Hintergrund drei weitere mitentscheiden. Dann braucht die Unterlage eine Folie für den Einkauf, eine für HR und eine für die Geschäftsleitung, jeweils mit den wichtigsten Punkten auf einen Blick.
Nicht jeder Use Case lohnt sich für jeden Vertrieb. Bei einem Deal über 800 Euro rechnet sich dieser Aufwand nicht. Bei komplexen B2B-Deals mit mehreren Entscheidern sehr wohl.
Angebot und Verhandlung: Copilot als zweites Paar Augen
In der Angebotsphase spart Copilot nicht nur Zeit. Er findet auch Lücken, die Menschen leicht übersehen, weil sie zu tief im eigenen Text stecken. So sieht der Ablauf aus:
Wettbewerb einordnen: Wer bietet am Markt Ähnliches an, wo liegen Stärken und Schwächen? Daraus formuliert Copilot Gegenargumente und hilft, das eigene Angebot genau dort zu schärfen, wo der Wettbewerb schwach ist.
Anforderungsliste aus der Ausschreibung: Je größer das Unternehmen, desto länger die Ausschreibung. Copilot zieht daraus die Punkte, die im Angebot vorkommen müssen.
Entwurf auf Basis eurer Vorlage: Copilot erstellt den Angebotsentwurf aus eurer Vorlage und bezieht die bisherigen Gespräche ein. Die Leistungsbeschreibung formuliert er in der Sprache des Kunden statt im eigenen Fachjargon.
Aus Kundensicht prüfen: Welche Anforderungen sind unbeantwortet, welche Fragen wird der Kunde stellen? Dazu die Widerspruchsprüfung: Steht auf Seite 3 eine Laufzeit von 12 Monaten und hinten ein Rabatt erst ab 18 Monaten?
Dealvarianten durchspielen: Copilot zeigt Chancen und Risiken je Variante aus Laufzeit und Rabatt und formuliert eine Empfehlung, warum der Kunde genau diese Variante nehmen sollte. Das schafft Spielraum statt spontaner Rabatte.
Ein Prinzip zieht sich durch die ganze Phase: der Rollenwechsel. Lasst Copilot je Rolle im Buying Center ein Nutzenargument und eine Rückfrage formulieren, mit der ihr eure Annahmen prüfen könnt. Ein Angebot, das Einkauf, Geschäftsleitung, Datenschutz und HR gleichermaßen abholt, kommt intern deutlich weiter.
Nach dem Termin: Recap, Deal-Check und CRM-Pflege
Besprechungen zusammenfassen und Bedenken festhalten
Nach einem Kundentermin fasst Copilot in Teams die Entscheidungen, Aufgaben und eigenen Zusagen zusammen und erstellt auf Wunsch eine Kundenversion mit den nächsten Schritten. Besonders hilfreich: alle Bedenken des Kunden mit Zeitstempel auflisten lassen. So könnt ihr gezielt in die Stelle reinhören, an der es gehakt hat, und den nächsten Termin besser vorbereiten.
Copilot gibt hier auch Feedback zum eigenen Gespräch. Wie waren die Gesprächsanteile? Wurden die Fragen des Kunden ausreichend geklärt? Für Termine vor Ort lässt sich das Gespräch über die Teams-App auf dem Smartphone aufzeichnen, sofern die Funktion in eurem Tenant freigegeben ist. Wichtig: Die Aufzeichnung immer vorher mit dem Gegenüber abstimmen.
Executive Briefing und Deal-Check nach MEDDIC
Nicht jede Geschäftsleitung arbeitet 35 Folien durch. Ein One-Pager mit Nutzen, Kosten und nächsten Schritten kommt besser an. Den erstellt Copilot in Word oder im Chat aus den bisherigen Gesprächen.
Mit dem Transkript mehrerer Termine bewertet Copilot zudem den Stand des Deals nach MEDDIC, zum Beispiel als Ampel: Entscheider geklärt, Budget noch vage. Das ist für die eigene Entwicklung genauso nützlich wie für die Vertriebsleitung. Oft verlässt man ein Gespräch mit gutem Gefühl und hat am Ende vor allem über das Wetter gesprochen.
Prompt zum Übernehmen · Microsoft 365 Copilot Lizenz
Erstelle eine MEDDIC-Übersicht zu Deal [Name] aus den bisherigen Besprechungen. Markiere fehlende Angaben und Annahmen und schlage Maßnahmen für das nächste Gespräch vor.
CRM-Pflege ohne Abtippen
CRM-Pflege gehört selten zu den Lieblingsaufgaben im Vertrieb. Copilot wandelt Notizen in ein Opportunity-Update um, leitet Bedarf, Budget und Zeitplan ab und meldet fehlende Pflichtangaben. Wer dafür einen festen Prompt nutzt, bekommt nebenbei ein einheitliches Schema für alle CRM-Notizen. Ohne direkte Anbindung ans CRM reicht oft ein Excel-Export, um auch Pipeline-Analysen zu machen: stagnierende Deals, die länger als 30 Tage in derselben Phase stehen, Forecast gegen Ist-Umsatz oder die fünf größten Risiken.
Offene Fragen bündeln und nachfassen
Nach dem fünften Mailwechsel verliert man leicht den Überblick. Copilot listet alle offenen Fragen des Kunden auf, schlägt Antworten vor und formuliert die Restfragen an das Produktteam. Für das Nachfassen gibt es drei schnelle Aufträge: eine kurze Nachfassmail mit klarem nächsten Schritt, eine Liste unbeantworteter Mails der letzten 14 Tage und eine Zusammenfassung des Stands in drei Sätzen. Auch Upsell und Cross-Sell lassen sich vorbereiten: Welches weitere Produkt passt zu dem, was der Kunde in den Gesprächen erzählt hat?
Besser werden: Copilot als Coach im Vertrieb
Neben dem Tagesgeschäft kann Copilot helfen, an der eigenen Arbeitsweise zu feilen. Vier Use Cases fallen dabei besonders auf.
Beziehungen pflegen
Mit welchen wichtigen Kontakten gab es in den letzten 90 Tagen keinen Austausch? Bei wem steht eine Rückmeldung aus? Auch Empfehlungsgeber und Netzwerkkontakte zählen.
Einwände vorbereiten
Aus mehreren Gesprächstranskripten die häufigsten Einwände je Phase herausarbeiten lassen und Antworten vorbereiten. Bestimmte Fragen kommen immer wieder.
Kaufsignale erkennen
Fragen nach Lieferzeit oder Startdatum sind klassische Kaufsignale. Copilot markiert sie in Mails und Gesprächen, damit der Abschluss nicht zerredet wird.
Markt beobachten
Mit dem Researcher-Agent monatlich einen Überblick über die Hauptwettbewerber: neue Produkte, Preise, Meldungen. Ohne stundenlange Recherche.
Rollenspiel mit dem skeptischen Einkäufer
Ein Use Case, der fast immer überrascht: Copilot im Sprachmodus als Trainingspartner. Ihr gebt die Unterlagen zum Kunden mit und lasst Copilot die Rolle des Einkäufers übernehmen. Dann übt ihr den Pitch und bekommt Einwände entgegengeworfen. Das ist ein Coaching, für das man sonst viel Geld bezahlt.
Prompt zum Übernehmen · Copilot im Sprachmodus
Spiel einen skeptischen Einkäufer bei [Kunde]. Ich übe meinen Pitch. Stell deine Fragen einzeln und warte auf meine Antwort. Wende unter anderem ein, dass es zu teuer ist. Bleib in deiner Rolle, bis ich „Feedback“ sage. Bewerte dann Klarheit und Kundennutzen und nenne mir eine Verbesserung.
Was M365-Verantwortliche daraus für ihre Fachbereiche machen
Für Digital Workplace Manager, IT-Leitungen und Adoption-Verantwortliche steckt in diesen Beispielen ein Muster, das weit über den Vertrieb hinausgeht. Die Nutzung von Copilot steigt nicht durch mehr Funktionswissen, sondern durch Use Cases, die zur Rolle passen. Vier Punkte machen dabei den Unterschied:
- Vom Arbeitsalltag ausgehen, nicht vom Menüband. Die Frage lautet nicht „Was kann Copilot in Word?“, sondern „Was will die Vertriebsperson heute erledigen?“.
- Vorfiltern statt Prompt-Sammlung. Nicht jeder Use Case passt zu jedem Team. Wer Dealgröße, Kundentyp und Lizenzlage kennt, wählt die fünf bis zehn Use Cases aus, die sich wirklich lohnen.
- Copilot persönlich einrichten. Rolle, Zielkunden und Produktwissen einmal hinterlegen. Das verbessert jeden einzelnen Use Case.
- Nutzen messbar machen. Jeder Use Case braucht eine Kennzahl: gesparte Zeit bei der Gesprächsvorbereitung, Durchlaufzeit von Angeboten, Abschlussquote. So lässt sich der ROI aus den vorhandenen Lizenzen belegen.
Das gleiche Prinzip funktioniert für Einkauf, HR, Marketing oder Projektmanagement. Wie ihr Copilot-Use-Cases pro Rolle in eurem Unternehmen verankert, zeigt unsere Seite zur Copilot Schulung. Die passenden Lernvideos für jede Rolle findet ihr auf unserer Lernplattform für Microsoft 365.
Häufige Fragen zu KI im Vertrieb
Was bringt KI im Vertrieb konkret?
KI im Vertrieb spart vor allem Zeit bei Vorbereitung, Angebotserstellung und Nacharbeit, etwa beim Kundenbriefing, bei der Prüfung von Ausschreibungen oder bei der CRM-Pflege. Dazu kommt Qualität: Copilot prüft Angebote aus Kundensicht, bewertet Deals nach MEDDIC und hilft, Einwände vorzubereiten.
Brauche ich für Copilot im Vertrieb eine Microsoft 365 Copilot Lizenz?
Nicht für alles. Viele Beispiele funktionieren im Microsoft 365 Copilot Chat, wenn ihr Inhalte hineinkopiert oder hochladet. Sobald Copilot selbst auf Mails, Termine, Chats und Besprechungen zugreifen soll, etwa für ein Kundenbriefing oder eine Besprechungszusammenfassung, braucht ihr die Microsoft 365 Copilot Lizenz.
Welche KI-Tools im Vertrieb gibt es in Microsoft 365?
Für die meisten Use Cases reichen Copilot in Outlook, Word, Excel, PowerPoint und Teams sowie der Copilot Chat mit Researcher-Agent und Sprachmodus. Für eine tiefe Anbindung an CRM-Systeme bietet Microsoft zusätzlich einen rollenbasierten Vertriebs-Agent an. Die Beispiele in diesem Beitrag funktionieren ohne ihn.
Lassen sich die Use Cases auf andere Fachbereiche übertragen?
Ja. Das Muster aus Kundenreise, Rollenwechsel und Coaching funktioniert genauso für Einkauf, HR, Marketing oder Projektmanagement. Auch das Rollenspiel lässt sich übertragen, zum Beispiel auf schwierige Mitarbeitergespräche oder Lieferantenverhandlungen.
Darf ich Kundengespräche mit Copilot aufzeichnen und auswerten?
Nur mit Zustimmung aller Beteiligten. Klärt die Aufzeichnung vor dem Gespräch mit dem Kunden ab und haltet euch an die internen Vorgaben zu Datenschutz und Mitbestimmung. Ohne Aufzeichnung könnt ihr Copilot auch eure eigenen Notizen geben und daraus Zusammenfassung und CRM-Update erstellen lassen.
Bist du bereits Mitglied? Dann findest du hier die Aufzeichnung!
